Beleuchtung im Wohnzimmer

Tipps für die richtige Atmosphäre

Schwungvoll gestalteter Lampenschirm

Bei stimmungsvollem Licht fernsehen, Gäste empfangen oder gemütlich ein gutes Buch lesen – das Wohnzimmer wird vielfältig genutzt. Entsprechend hoch sind die Anforderungen an die Beleuchtung. Zudem verleihen erst mehrere Lichtquellen einem Raum und seiner Einrichtung Struktur und Atmosphäre. Stichwort Akzentbeleuchtung! Mit unseren Tipps rücken Sie Ihr Wohnzimmer ins rechte Licht! Worauf es zu achten gilt? Auf Lichtstrom, Lichtfarbe und die richtigen Wohnzimmerlampen.

Stimmungsvolle Beleuchtung im Wohnzimmer - so gelingt's:

1. Basis-Beleuchtung an der Wohnzimmer-Decke
2. Weitere Lichtquellen schaffen und Akzente setze
3. Lichtplanung mit dem richtigen Leuchtmittel
4. Indirekte Beleuchtung im Wohnzimmer

Für Eilige geht es hier zur Lichtplanung fürs Wohnzimmer im Überblick.

Ein Wohnzimmer von durchschnittlich 20 Quadratmetern sollte - je nach Raumschnitt - drei bis fünf Lichtquellen besitzen. Starten Sie mit der Grundbeleuchtung!

1. Basisbeleuchtung an der Wohnzimmerdecke

Grundlegende Helligkeit verschaffen Strahler, Deckenleuchten und Pendelleuchten. Strahler und flache Deckenleuchten lassen sich mittig im Raum oder über die Decke verteilt platzieren. Pendelleuchten haben ihren Platz über dem Couchtisch: Hier kommen Sie am besten zur Geltung und der Tisch verhindert, dass Sie oder Ihre Gäste mit dem Kopf gegen die Leuchte stoßen. Gerade bei Strahlern und Spots sollten Sie auf einen Dimmregler achten. Nur so lässt sich das Licht Ihrer Stimmung entsprechend anpassen.

Extra weiches und diffuses Licht

Produkttipps für Deckenbeleuchtung:
serien.lighting - Reef Deckenleuchte in Weiß
Foscarini - Caboche Deckenleuchte, transparent
Artemide - Empatia 26 Soffitto LED Deckenleuchte, weiß
Artemide - Droplet Soffitto LED Deckenleuchte, Chrom / aluminiumgrau
Eos Up Decken- und Wandleuchte von Umage in Créme
Artemide - Teti Wand- und Deckenleuchte, anthrazitgrau
Flos - Moni 2 Deckenleuchte
Annex Deckenleuchte
 
 

Grundbeleuchtung heißt nicht, dass es sich um direktes Licht handeln muss. Ein Diffusor streut das Licht und verteilt es gleichmäßig im Raum. Diffuses Licht ist weicher und wirkt daher gemütlicher. Mit einem solchen Diffusor arbeitet zum Beispiel die Glo-Ball Pendelleuchte von Flos: Verschaltes Opalglas bricht das Licht und streut es gleichmäßig im Raum.

Gerade Pendelleuchten können ein Blickfang sein. Je nach Form, Farbe und Material geben Sie Ihrem Raum ein gänzlich anderes Aussehen. Vita sorgt mit seinen Leuchten Eos und Silvia für einen Hauch Romantik, die Pendelleuchten von Tom Dixon überzeugen durch elegant-metallenen Industrie-Charme. Es gilt, den Stil Ihrer Wohnzimmer-Einrichtung zu treffen.

2. Weitere Lichtquellen schaffen und Akzente setzen

Eine Lichtquelle genügt nicht, um den vielfältigen Anforderungen an ein Wohnzimmer gerecht zu werden. Mit einer Tischlampe, Stehlampen und Wandleuchten lassen sich Akzente setzen.

Schaffen Sie sich eine Leseecke: Stehleuchten lassen sich durch flexible Gelenke und ein schwenkbares Gestell individuell einstellen und bieten Ihnen damit ausreichend Licht für Ihre Lektüre. Ein nach unten hin offener Lampenschirm bündelt das Licht und fokussiert es in Richtung Buch.


Produkttipps für die Leseecke:
Design House Stockholm - Cord Lamp Stehleuchte in Schwarz
AJ Stehleuchte in schwarz von Louis Poulsen
Absolut Lighting Steh- und Leseleuchte Sensordimmer
frauMaier - Slimsophie Stehleuchte LED weiß
Mañana Lamp von Design House Stockholm
 
 

Achten Sie auf einen Dimmregler, so können Sie die Lichtstärke je nach Tageszeit und Bedarf variieren und Blendung vermeiden. Vermeiden Sie starke Lichtkontraste beim Lesen: Neben der Leseleuchte sollte ausreichend Grundhelligkeit bestehen, damit Ihre Augen nicht zu schnell ermüden.

Wandleuchten sind weitere Stimmungsgeber, mit ihrem punktuellen Licht sorgen sie für ein interessantes Licht-Schattenspiel. Dieses wird in Kombination mit Spiegeln noch verstärkt. Kleine, dunkle Räume erscheinen größer und heller. Größere Räume mit leeren, großflächigen Wänden erhalten eine willkommene Unterbrechung. Auch Bilder, Skulpturen, Regale und Vitrinen lassen sich mit Wand- oder punktuell eingesetzten Deckenstrahlern in Szene setzen.

Woud - Mercury LED Wandleuchte, schwarz

Produkttipps für die Wandbeleuchtung:
Ingo Maurer - Lucellino NT Wandleuchte
Rise Wandleuchte von Normann Copenhagen in Weiß
Eos Up Decken- und Wandleuchte von Umage in Créme
Caravaggio Wandleuchte Read von Lightyears in matt Weiß
Artemide Mesmeri Wandleuchte
 
 

Ebenso wie die Wandleuchten schaffen auch Tischleuchten akzentuiertes Licht. Auf der Fensterbank, auf einem Sideboard, im Regal oder auf einem Beistelltisch – eine Tischleuchte ist nicht nur Lichtquelle, sondern auch dekoratives Element. Aus diesem Grund darf sie ruhig auffälliger ausfallen.

Produkttipps für die Tischbeleuchtung: die Wagenfeld Leuchte WG24, die Pedrera Tischleuchte PD1 von Gubi und die Bourgie von Kartell.

Wenn Sie sich Leuchten kaufen, achten Sie darauf, dass Ihre Lichtquellen optisch zueinander passen. Das heißt nicht, dass alle Leuchten von derselben Serie oder Marke stammen müssen. Jedoch sollten sie sich nicht gegeneinander ausstechen. Ist die Pendelleuchte bereits pompös, sollten alle weiteren Leuchten dezent im Hintergrund verweilen. Arbeiten Sie hingegen mit kleinen Strahlern und dezenten Wandleuchten, gibt es bei der Auswahl der Tischleuchte keine Grenzen. Behalten Sie immer auch die übrige Einrichtung Ihres Wohnzimmers im Blick.

Pulpo - Oda Leuchte small

Produkttipps für die Tischbeleuchtung:
Mariette Tischleuchte von Hartô in Weiß
Kartell - Bourgie, Kupfer
Anae Tischleuchte von Hartô in Anthrazitgrau
Artemide - Empatia 26 Tavolo LED Tischleuchte, weiß
Wagenfeld Leuchte WG24 mit Klarglasfuß
Normann Copenhagen - Grant LED-Tischleuchte, Messing
 
 

Die Leuchten in der Nähe des Fernsehers sollten dimmbar sein, damit keine störenden Reflexe auf dem Bildschirm entstehen. Für Grundhelligkeit sorgen indirekte Wandbeleuchtung, zum Beispiel hinter dem Fernseher, und diffuses Licht im Raum, zum Beispiel durch gedimmte Deckenleuchten oder verschiedene Akzentleuchten. Auch beim Fernsehen gilt: Große Helligkeitsunterschiede zwischen Bildschirm und Raumumgebung strengen die Augen übermäßig an.

3. Lichtplanung mit dem richtigen Leuchtmittel

Denken Sie bei der Wahl des richtigen Leuchtmittels für Ihre Wohnzimmer-Beleuchtung an Umwelt und Portemonnaie. Für LED müssen Sie zwar zunächst tiefer in die Tasche greifen, aufgrund der langen Haltbarkeit – LED sind wesentlich langlebiger als Energiesparlampen und Glühbirnen – und der geringeren Stromkosten haben Sie die Zusatzkosten jedoch schnell wieder raus. Die modernen Leuchtmittel gibt es mittlerweile in verschiedenen Lichtstärken und Lichtfarben, so dass Sie dem warmen Licht der klassischen Glühlampe in Nichts nachstehen. Auch die Fassungen wurden im Entwicklungsverlauf angepasst, so dass sich LED auch in die üblichen E27- und E14-Fassungen der Leuchtenklassiker einschrauben lassen. Neben den Wohnzimmer-Lampen bestimmt vor allem das Leuchtmittel Helligkeit und Atmosphäre des Raumes.


Produkttipps für LED-Leuchtmittel:
Lantern LED-Leuchte von Kartell in Rauchgrau
Ray Tischleuchte H 40,1 cm von Mater in Schwarz
Die Gloster - Ambient Cocoon Solarleuchte, weiß
Mooon! Akku LED-Leuchte H 40 cm von Fermob in Muskat
Dolmen LED Stehleuchte von Foscarini
 
 

Leistung der Wohnzimmerbeleuchtung in Lumen

Unterschiedliche Räume benötigen unterschiedlich viel Licht. Im Gegensatz zu Küche und Bad benötigen Sie im Wohnzimmer nicht ganz so viel Licht. Auch die Größe des Raumes und die Einrichtung spielen eine Rolle bei der Ausleuchtung Ihres Wohnzimmers. So benötigen hell eingerichtete Räume beispielsweise weniger Leuchten als dunkel eingerichtete Räume, um die gleiche Helligkeit zu erzeugen. Mit der Maßeinheit Lumen (lm) misst sich der Lichtstrom und damit der Wert für die Helligkeit eines Leuchtmittels. Für die Grundbeleuchtung im Wohnzimmer empfehlen Experten 100 Lumen pro Quadratmeter. Diese wird durch weitere Leuchten wie zum Beispiel Tischlampen, indirekte Wandbeleuchtung oder Stehleuchten komplettiert. Mit dimmbaren Leuchten lassen sich die Lichtverhältnisse nach Wunsch anpassen.

Die richtige Lichtfarbe für Ihr Wohnzimmer

Ob das Licht eines Leuchtmittels gelblich-warm oder bläulich-kühl ist, beschreibt die Einheit Kelvin (K). Man unterscheidet drei Bereiche:

  • < 3.300 Kelvin: warmweißes Licht, entspannend
  • 3.300 - 5.300 Kelvin: neutralweißes Licht, aktivierend
  • > 5.300 Kelvin: Tageslichtweiß, konzentrationsfördernd

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Während eine Lichtfarbe über 5.300 Kelvin die Konzentration fördert, wirken Farbtemperaturen bis 3.300 Kelvin entspannend. Leuchtmittel dieser Lichtfarbe leuchten wie die altbekannten Glühlampen und erinnern an das Licht in den Abendstunden. Warmes Licht ist daher evolutionär durch unsere innere Uhr mit dem Rückzug vom Tagwerk verknüpft und kündigt die Erholungsphase an. Es strahlt Gemütlichkeit aus und ist damit perfekt geeignet für das Wohnzimmer. Natürlich ist die Farbtemperatur im Gegensatz zum Lichtstrom vor allem Geschmackssache. Auch mit neutralweißem Licht lässt sich ein Wohnzimmer hinreichend ausleuchten. Gerade für die Leseecke ist eine Lampe im höheren Kelvin-Bereich zu empfehlen.

Produkttipps für warmweißes Licht: die LED Superstar Classic A von Osram, die Energiesparlampe 001 von Plumen, die erste Design-Energiesparlampe der Welt, und die Parathom Classic P25 LED-Birne von Osram

4. Indirekte Beleuchtung im Wohnzimmer

Direktes Licht schafft fokussierte Helligkeit und setzt bestimmte Möbelstücke und Raumbereiche in Szene, indirektes Licht sorgt für Gemütlichkeit und Stimmung. Die Lichtquelle liegt nicht offen, sanft leuchtendes Licht wertet den Raum auf. Modern und dekorativ sind Einbauleuchten und LED-Streifen in Deckennischen, hinter Möbeln oder Wandbildern. Abgesehen davon gibt es vielfältige Leuchten, mit denen Sie Ihr Wohnzimmer indirekt beleuchten können – gänzlich ohne handwerklichen Aufwand. Der italienische Hersteller Flos bietet unterschiedlichste Deckenstrahler, die an Stehleuchten erinnern und die Decke von unten anstrahlen. Diese wirft das Licht zurück in den Raum. Einen ganz besonderen Effekt der indirekten Beleuchtung bietet die Moni Deckenleuchte von Flos: Das Licht wird vom Diffusor an die Decke reflektiert und von einer speziellen Halterungsplatte aus Stahlguss gebrochen, so dass strahlenförmige, geometrische Muster an die Decke reflektieren. Ein weiteres Plus: Angestrahlte Decken wirken höher.

Ambienteabbildung Wohnzimmer Flos May Day

Wichtig: Indirekte Beleuchtung sorgt für Schattenarmut, es entsteht ein diffuser Raumeindruck. Für anstrengende Sehaufgaben wie Lesen, Schreiben und Handarbeiten benötigen Sie direktes Licht.

Lichtplanung fürs Wohnzimmer im Überblick:

  • drei bis fünf Lichtquellen für durchschnittlich 20 Quadratmeter
  • 100 Lumen pro Quadratmeter für die Grundbeleuchtung
  • diffuses, indirektes Licht für Gemütlichkeit, direktes Licht zum Lesen
  • Helligkeitskontraste vermeiden
  • warmweißes Licht für eine entspannte Atmosphäre im Wohnzimmer
  • Dimmer passen die Lichtstärke nach Wunsch an
  • Beleuchtungsrichtung an der häufigsten Blickrichtung orientieren, um Blenden zu vermeiden
  • Kabel, flexible Stromschienen, Seil- und Stangensysteme bei der Montage einplanen

Fotocredit: Svenja Brücker von traumzuhause.com


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Beitrag vom 10.09.2015, von Anja Beckmann

Tags: LED Deckenleuchte, LED Wandleuchten
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